Der Kreuzweg am Birgelener Pützchen

Das letzte Abendmahl

Wir haben uns mit allen Kindern oben im großen Raum getroffen und haben anhand eines Puppentheaters die Geschichte des "Letzen Abendmahles" nachgespielt.

 

 

 

 

Geschichte zu Gründonnerstag

Moderator: Wisst ihr noch, was wir am Sonntag in der Kirche gefeiert haben? Ja, richtig Palmsonntag.  Wer weiß denn noch, was damals passiert ist?

Kinder erzählen lassen

Moderator: An diesem Passafest kommen alle Familien zusammen. Sie essen das Ostermahl. Das will Jesus auch mit seinen Jüngern tun.

Johannes: Hallo, ich bin Johannes. Ich hatte Brot und Wein gekauft und Fleisch von einem Lamm. Eine Kanne mit Wasser und eine große Schüssel und ein Handtuch habe ich auch bereitgestellt. Wisst ihr, bei uns wäscht man sich die Füße, bevor man sich an den Tisch setzt. Wir tragen nämlich keine Strümpfe und Schuhe, sondern nur offene Sandalen. Und die Füße werden schnell schmutzig auf den dreckigen Straßen.

Moderator: Das finde ich gut. Was habt ihr gemacht bei dem Passafest?

Johannes: Wir haben uns gestritten. Unsere Diener waren nicht da und keiner wollte die Füße von uns und Jesus waschen. Alle sagten: ich wasche doch nicht deine Füße. Ich bin doch nicht dein Diener. Wasch sie dir selber. Und dann, wir konnten es kaum glauben, steht Jesus auf, nimmt das Handtuch, gießt Wasser in die Schüssel, kniet vor einen von uns nieder und fängt an, die Füße zu waschen.

Moderator: Wie, Jesus musste euch die Füße waschen? Ihr wolltet doch alle nicht der Diener des anderen sein. Und Jesus macht das nichts aus?

Johannes: Was meinst du, was wir erschrocken waren. Wir haben uns geschämt. Und als Petrus an der Reihe war, hat er seine Füße weggezogen und hat gesagt: Du willst mir meine Füße waschen? Das möchte ich nicht.“ Und Jesus hat zu ‚Petrus gesagt: Wenn ich dir nicht die Füße wasche, gehörst du nicht zu mir. Und Petrus wollte natürlich zu den Freunden von Jesus gehören.

Moderator: Da hat sich Petrus bestimmt richtig geschämt.

Johannes: Ja. Er wollte sogar die Hände und das Gesicht gewaschen haben, aber Jesus meinte, dass es reicht, wenn die Füße sauber sind. Und als er fertig war, setzten wir uns wieder hin und Jesus meinte: Versteht ihr jetzt, was ich getan habe? Ihr nennt mich Meister und Herr, trotzdem bin ich mir nicht zu schade, mich vor euch zu knien und euch die Füße zu waschen. Ich habe danach verstanden, was er meinte. Niemand ist wichtiger, als der andere und keiner sollte sich zu schade sein, auch mal Sachen zu machen, die nicht so schön sind.

Moderator: Da muss ich dir Recht geben. Nur, weil man der Meister ist, heißt das nicht, dass man solche Sachen nicht zu machen braucht. Und er hat es auch noch gerne für euch getan.

Was ist dann passiert?

 

Matthias: Guten Tag, mein Name ist Matthias.

Moderator: Hallo Matthias. Wo ist Johannes? Ich habe doch gerade noch mit ihm gesprochen.

Matthias: Johannes ist mit Jesus gegangen. Sie wollten irgendwohin in einen Garten zum Beten. Wie ihr wisst, haben wir ein Festessen gemacht, es war ja schließlich Passafest. Jesus hat mit uns, seinen Freunden, das Passafest gefeiert.

Moderator: Ja, das wissen wir. Johannes hat es uns erzählt. Was ist aber dann passiert?

Matthias: Das Passafest war schon schön. Es war aber auch irgendwie seltsam. Die ganze Zeit lag so eine Abschiedsstimmung in der Luft. Und Jesus sagte auch seltsame Dinge: als er das Brot brach und austeilte, sagte er zu uns: „ Esst alle von diesem Brot. Das bin ich. Ich gebe mein Leben für euch hin“. Und später, als er den Weinkelch herumreichte, sagte er dazu: „Trinkt alle von diesem Wein. Das ist mein Leben, das ich für euch hingebe.“ Das haben wir nicht verstanden. Uns gefiel es auch nicht, dass er vom Sterben sprach. Außerdem sagte er noch etwas ganz schlimmes: „Einer von euch wird mich verraten.“ Wir sind alle sehr erschrocken, und jeder hat sofort gesagt: „Jesus, du meinst doch wohl nicht mich?“ Aber Jesus wusste schon, wen er meinte, und wir erfuhren es später auch.

Moderator: Danke, Matthias, für deine Erzählung. Ich kann mir gut vorstellen, dass ihr alle ganz aufgeregt und fertig ward. Jetzt möchten wir es aber genauso machen, wie Jesus mit seinen Jüngern früher. Wir möchten gemeinsam das Passafest mit Brot und Saft feiern, wie Jesus es heute vor vielen Jahren in Jerusalem gefeiert hat.